Zukunftstechnologien

Zukunftstechnologien

Baden-Württemberg investiert viel in sogenannte Querschnittstechnologien: Ob Industrie 4.0 oder Leichtbau, Nanotechnologie oder Photonik – die Forschung und Entwicklung am Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg konzentriert sich auf wichtige Zukunftsfelder, die im Land über große Wachstumspotenziale verfügen.

Die Digitalisierung verändert unsere Welt – wie wir leben, arbeiten und konsumieren. Ebenso wird sich die industrielle Produktion verändern – sie wird flexibler, individueller und effizienter. Durch IT-Vernetzung können Produkte und Maschinen selbstständig Informationen austauschen, die Produktion kann dezentral und dynamisch gesteuert werden. Das alles ermöglicht Industrie 4.0.

Die Wirtschaft Baden-Württembergs hat mit ihren Stärken im Maschinenbau, in der Automobilbranche, in der Automatisierungstechnik und bei den Ausrüstern von industriellen Informations- und Kommunikationssystemen beste Voraussetzungen, die Potenziale von Industrie 4.0 zu nutzen und innovative Lösungen zu entwickeln.

Baden-Württemberg als führender Industrie- und Innovationsstandort treibt das wichtige Zukunftsprojekt Industrie 4.0 intensiv voran. Die vom Land initiierte und geförderte Initiative „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ soll die Kompetenzen der verschiedenen Branchen bündeln und insbesondere die  Potenziale von Industrie 4.0 für den industriellen Mittelstand aufzeigen.

Baden-Württemberg ist ein international führender Standort im Leichtbau. Im Land ist die gesamte Wertschöpfungskette zu finden, die für den intelligenten Leichtbau benötigt wird – von der Forschung und Entwicklung über die Konstruktion und Simulation bis hin zur Fertigung und Produktion. Die Wertschöpfungsstufen reichen vom Materiallieferanten über Halbzeug- und Bauteilproduzenten bis zum Endprodukthersteller.

In Baden-Württemberg sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) traditionell besonders stark vertreten.  50 Prozent der Firmen im Leichtbau-Netzwerk sind KMU. Der starke Mittelstand besticht durch sein besonderes Innovationsvermögen, das unterstützt wird von zahlreichen Wissenschaftseinrichtungen, die im Leichtbau forschen.

Die Entwicklung und Nutzung innovativer Leichtbaulösungen ist eine wichtige Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der südwestdeutschen Industrie. Vor diesem Hintergrund hat Baden-Württemberg seit 2011 weit über 50 Millionen Euro zur Stärkung des Leichtbaustandortes investiert.

Branchenübersicht Leichtbau Baden-Württemberg

Ressourcenschonende Produkte, intelligente Technologien, erstklassige Forschung – Baden-Württemberg ist ein international führender Standort im Leichtbau. Informieren Sie sich über den Leichtbau in Baden-Württemberg.

Branchenübersicht Leichtbau Baden-Württemberg (2 MB)

Mikrosystemtechnik und Nanotechnologien sind Querschnittstechnologien, die eine Schlüsselfunktion für viele Produkte des 21. Jahrhunderts besitzen werden. Sie werden besondere Auswirkungen auf die Automobilindustrie, den Maschinenbau, die Optik, die Medizintechnik und die Biotechnologien haben – also Branchen, in denen die baden-Württembergische Wirtschaft besondere Stärken besitzt.

In Baden-Württemberg haben sich deshalb die wichtigsten Akteure in diesem Zukunftsfeld im Cluster MicroTEC Südwest e.V. zusammengeschlossen. Es vereinigt über 350 Firmen, Institutionen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit mehr als 1.200 Wissenschaftlern – und gehört damit zu den größten Technologie-Netzwerken in Europa. Ziel der Clusterakteure ist es, die international führende Stellung Baden-Württembergs im Bereich der Mikrosystemtechnik bis zur Weltspitze auszubauen.

Das Land nimmt bei Forschung und Entwicklung von Mikrosystemtechnik und Nanotechnologien eine Spitzenposition in Deutschland ein. Das Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) an der Universität Freiburg, das mit 21 Professuren alle relevanten Felder des Faches abdeckt, ist international ebenso renommiert wie das KIT-Zentrum NanoMikro des Karlsruher Instituts für Technologie.

Beispielhafte Brancheneinrichtungen:

Optische Technologien können als Werkzeug in vielen Bereichen eingesetzt werden. Vor allem in der Display- und Beleuchtungstechnik, in der Mess- und Fertigungstechnik, in der Informations- und Kommunikationstechnik sowie in der Medizin und Biophotonik sind optische Lösungen wichtige Schlüsselbausteine. Durch ihren Querschnittscharakter hat die Photonik eine starke Impulswirkung für verschiedenste Produktionsbereiche.

Baden-Württemberg verfügt über eine hervorragende industrielle Infrastruktur für die Entwicklung und Produktion optischer Technologien. Die Photonik-Branche ist dabei nicht nur ein Arbeitgeber für hoch qualifizierte Fachkräfte. Sie nimmt mit namhaften Unternehmen wie Carl Zeiss, Sick und Karl Storz auch international einen Spitzenplatz innerhalb der Branche ein.

Die Forschungslandschaft der Photonik in Baden-Württemberg zeichnet sich durch eine hohe Anwendungsorientierung aus. Zahlreiche universitäre und außeruniversitäre Forschungsinstitute haben sich in dem Bereich internationales Renommee aufgebaut. Eine Schlüsselrolle für die Vernetzung der Branche nimmt das Netzwerk Photonics BW e.V. ein. Sein Ziel ist es, die Forschung und Entwicklung von optischen Technologien zu fördern und den Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu stärken.


Beispielhafte Brancheneinrichtungen: