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Für die besonderen Momente - Die Laura Chavin-Zigarre von Helmut Bührle gehört zu den weltweit Besten

Helmut Bührle hat sich nie beirren lassen. Als ihm alle sagten, der Zigarrenmarkt sei übersättigt, erfand er „Laura Chavin“. Genau diese Zigarre gehört heute zu den erfolgreichsten und besten Zigarren weltweit. Hergestellt wird sie in Mittelamerika, ihr „Vater“ und Erfinder lagert sie im klimatisierten Keller seines Schlosses in Hochdorf bei Stuttgart.

Es ist eigentlich ein untypischer Name: „Laura Chavin“ – die weibliche Form ist für den Zigarrenbereich eher ungewöhnlich. Helmut Bührle hat sie nach seiner 17-jährigen Tochter benannt – sein ganzer Stolz, wie er selbst sagt. Es gibt rund 20 verschiedene Ausführungen der Chavin-Zigarre, sie kosten zwischen 25 und 40 Euro. Kenner bezeichnen sie als süß, aber nicht schwer, dicht, aber nicht belastend, harmonisch und würzig.

Der Tabak für die Edel-Zigarre der besonderen Momente kommt aus der Dominikanischen Republik oder Kuba, das Umblatt aus Mexiko. Letzteres wird jahrelang gelagert, bevor es den Tabak umschließen darf. Bührle selbst, der sich ausschweigt über Gewinn und Umsätze, sagt über seine Zigarre, „Laura Chavin“ sei ein Luxusartikel. Aufbewahrt werden die Zigarren in den Kellergewölben von Schloss Hochdorf bei Stuttgart – mit idealer Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Der Firmenchef bezeichnet den Sitz seines Unternehmens, der mit etlichen technischen Finessen ausgestattet ist, als „Fort Knox“.

Die Vorliebe von Helmut Bührle für Zigarren kommt nicht von ungefähr. Seine Mutter besaß das erste Zigarrengeschäft in Stuttgart – eine wegweisende Vorgabe. „Braunes Gold“ - so der Lieblingsname der Mutter. Dabei schlug der mittlerweile 57-jährige Sohn Helmut zunächst einen ganz anderen Weg ein: er wurde Mode-Designer – ein erfolgreicher noch dazu. 1992 hängte er diese Karriere an den Nagel. Es begann das „zweite, echte Leben“, sagt er in Interviews. So ganz weit weg vom Design sieht er sich mit seiner „Laura Chavin“ allerdings nicht.

Um Quantität, also die Menge der verkauften Chavins, geht es Bührle nicht. Vielmehr seien seine Zigarren eine Kultmarke, eine Lebensphilosophie. Es gebe eben Menschen, die wie er gewohnt seien, vom Leben das Beste zu bekommen, sagt er nicht ganz unbescheiden. In den Käufern seiner Zigarre sieht er Geistesverwandte. Dass ihn viele als unbelehrbaren Visionär bezeichneten, als er 1998 seine erste Zigarre in die Läden brachte, stört Bührle nicht. Er hat das Gegenteil bewiesen. Nur ein Beispiel: von einem Gang auf den Schweizer Markt rieten ihm alle Experten ab. Er sei mit kubanischen Zigarren übersättigt. Bührle hat ihn mit „Laura Chavin“ längst erobert.

 
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