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Pharma-Dienstleister will 200 Arbeitsplätze in Herten schaffen

Es ist eine der größten Neuansiedlungen der vergangenen Jahre: Fisher Clinical Services möchte in Herten bei Rheinfelden sein europäisches Zentrum errichten und 35 Millionen US-Dollar investieren.

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt berichtet, dass die Vorbereitungen für das Großprojekt bereits seit einem Jahr laufen. Geplant ist nun der Bau eines Gebäudekomplexes an der B34 im künftigen Gewerbegebiet Sengern. In den kommenden drei Jahren sollen dort 200 Arbeitsplätze entstehen. In dem städtebaulichen Vertrag, dem der Gemeinderat am Donnerstag mit zwei Gegenstimmen zugestimmt hat, ist eine Option zum Ausbau auf dem oberhalb liegende Grundstücks in ähnlicher Größe vorgesehen. Spätestens bis zu zwei Jahre nach Erteilung der Baugenehmigung des jetzt geplanten Gebäudes kann das Unternehmen kaufen, spätestens vier Jahre danach mit dem Erweiterungsbau beginnen.

Die Pläne des pharmazeutischen Dienstleister sind groß: Investition von 35 Millionen US-Dollar. In einem 6.000 Quadratmeter großen Gebäudekomplex sollen Wirkstoffe für klinische Studien hergestellt, verpackt und von Herten aus versandt. Geplant sind 30 Versandvorbereitungsstationen, 30 Büroplätze, Sozialräume und Kantine. Auf dem 26.000 Quadratmeter großen Grundstück, welches direkt an der Bundesstraße gelegen ist, sollen außerdem Erholungsflächen für die Mitarbeiter sowie Parkplätze entstehen. Auch die Möglichkeit einer Kinderbetreuungsstätte ist vorgesehen. Der Zeitplan ist durchaus ambitioniert. Denn nach den Vorstellungen von Fisher Clinical Services soll mit den Bauvorbereitungen schon Ende dieses Jahres begonnen werden, 2020 soll das Zentrum stehen.

Für dieses neue Zentrum werden Fachkräfte gebraucht: Rund ein Drittel der 200 Arbeitsplätze werden aus den Bereichen Biologie, Chemie oder Pharmazie benötigt. Den größeren Anteil werden kaufmännische Angestellte, Produktionsmitarbeiter, Verfahrenstechniker oder technische Assistenten (medizinisch/pharmazeutisch) ausmachen.