„Quadratisch. Praktisch. Gut.“ – bereits jedes Kind in Deutschland weiß, welches Produkt zu diesem einprägsamen Werbespruch gehört: Die beliebte Schokolade der Alfred Ritter GmbH & Co. KG aus dem baden-württembergischen Waldenbuch, besser bekannt als „Ritter Sport“.
Werbesprüche kommen und gehen. Manche jedoch überdauern die Jahre. Und ganz wenige schaffen es auch zu internationalem Ruhm – so der Spruch „Quadratisch. Praktisch. Gut.“ von Ritter Sport: In Moskau wirbt man mit „Kvadratny. Praktichkny. Otlichny.“ für die Schokolade. In Paris heißt es „Carré. Practique. Gourmand.“, in Madrid „Cuadrado. Practico. Bueno.“, in Rom „Quadrato. Practico. Buono.“ und in Nordeuropa „Kvadratisk. Praktisk. God.“ Nur auf Englisch ging es nicht so einfach mit der wörtlichen Übersetzung. Deshalb wird in London mit „The Handy Chocolate Square“ geworben.
Die markante quadratische Form wurde bereits 1932 erfunden und ist seitdem geschützt. Die Idee hierzu kam von Clara Ritter, die 1912 zusammen mit ihrem Mann das Unternehmen gegründet hatte. Sie wollte eine Schokoladentafel produzieren, „die in jede Sportjacketttasche passt, ohne dass sie bricht, und das gleiche Gewicht hat wie die normale Langtafel.“ Zunächst war die Quadratform eine unter vielen. Ab 1960 wurde dann aber fast nur noch quadratische Schokolade produziert, 1970 der Slogan „Quadratisch. Praktisch. Gut.“ ins Leben gerufen. Seit 1974 gibt es auch die bunte Palette: Jede Schokoladensorte erhält eine eigene Packungsfarbe. Und bereits zwei Jahre später folgte der nächste Innovationsschub: Der Knick-Pack wurde eingeführt, mit dem das einfache Öffnen der Tafeln möglich wurde. Die Quadratform, die Sortenfarbe und die Knicköffnung machen bis heute die Marke „Ritter Sport“ aus. Etwa 800 Mitarbeiter sind in dem Unternehmen beschäftigt, der Umsatz lag 2005 bei 284 Millionen Euro.
Wirtschaftlicher Erfolg ist das eine, unternehmerische Verantwortung das andere. Und hier geht Ritter Sport einen ganz eigenen Weg: Das Unternehmen ist für nachhaltiges Wirtschaften und umweltfreundliche Produktion bekannt. Die Verpackungsfolie ist aus vollständig recyclebarem Polyprophylen, die Produktionsstätte in Waldenbuch besitzt ein eigenes Blockheizkraftwerk zur Kraft-Wärme-Koppelung und der ergänzend bezogene Strom stammt ausschließlich aus regenerativen Energiequellen. In Nicaragua wird seit vielen Jahren das agro-forstliche Entwicklungsprojekt „Cacaonica“ gefördert. Und im Herbst 2005 wurde in Waldenbuch ein neues Gebäude eröffnet, in dem das Museum Ritter, ein Museums-Café und der Ritter Sport SchokoLaden untergebracht sind. Im SchokoLaden gibt es eine interaktive Schokoausstellung, eine Schokowerkstatt für kreative Kinder und einen großen Schokoshop. Im Museum Ritter ist die Kunstsammlung von Marli Hoppe-Ritter, der Enkelin des Firmengründers, ausgestellt. Die Sammlung umfasst beinahe 600 Werke bedeutender Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts – und steht natürlich ganz im Zeichen des Quadrats.