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Ski und Rodel gut - Jede zweite Pistenraupe auf den Bergen dieser Welt stammt von der Firma Kässbohrer

Wer im Winter gerne auf den Skihängen dieser Welt unterwegs ist, der hat sie mit Sicherheit schon einmal gesehen: die Pistenbullys der Firma Kässbohrer AG. Die Hälfte aller weltweit eingesetzten Pistenraupen wird von dem Geländefahrzeughersteller aus Laupheim zwischen Ulm und Ravensburg hergestellt.

Die riesigen Schneemengen des vergangenen Winters lassen die Herzen der Kässbohrer-Mitarbeiter höher schlagen. Viel Schnee bedeutet: Einsatz von Pistenbullys rund um die Uhr, damit die Ski- und Snowboardfahrer tagsüber einen gut präparierten Hang vorfinden. Auch die Loipen für Langläufer werden mit den Fahrzeugen sauber gezogen, so dass keiner in der Spur verloren geht. Im Geschäftsjahr 2004/05 hat Kässbohrer einen satten Überschuss von über zehn Millionen Euro erzielt, bei einem Umsatz von über 164 Millionen Euro.

Weil das Geschäft mit den Schneemassen nur im Winter funktioniert, erfanden die Verantwortlichen des Konzerns vor über zehn Jahren das Pendant zur Pistenraupe: den so genannten BeachTech. Ein Fahrzeug, das die Strände sauber hält und den Sand in die richtige Form bringt. Bis zu 30.000 Quadratmeter Strandfläche können in einer Stunde bearbeitet werden. Mit den Beachtechs schickt sich Kässbohrer gerade an, die Weltmarktführerschaft zu übernehmen. Die Strandfahrzeuge sind im Übrigen nicht nur dazu da, den Touristen und Sonnenanbetern in aller Welt ein idyllisches Erlebnis zu verschaffen. Auch beim großen Tankerunglück 2002 vor der spanischen Küste waren die Fahrzeuge nutzbringend für die Umwelt im Großeinsatz.

Kässbohrer profitiert ganz klar vom Tourismusboom der vergangenen Jahre und dem Drang der Freizeitindustrie, sich von der besten Seite für den Erholungssuchenden zu zeigen. Dabei gerät auch der Service immer mehr in den Blickpunkt: in Finnland werden die Fahrzeuge als Pistentaxen zu den Restaurants eingesetzt, im nicht weit von Tokio entfernten Skigebiet Gala ersetzen sie die Skilifte gleich komplett und sorgen so für eine freie Piste. Mit bis zu 400 Pferdestärken rauschen die Fahrzeuge dann über die Berge.

Angefangen hat alles 1969 in Ulm – allerdings mit Bussen. Und schon damals setzten die Karl Kässbohrer Fahrzeugwerke als Deutschlands größter Reiseomnibus- und Lkw-Anhängerhersteller Maßstäbe. Mit den Olympischen Winterspielen in Sapporo im Jahre 1972 gelang mit dem neu gegründeten dritten Geschäftsbereich der internationale Durchbruch – die Pistenraupe startete ihren Siegeszug. In weit über 50 Ländern sind heute rund 15.000 Pistenbullys im Einsatz – davon unter anderem 80 an den zehn Forschungsstationen in der Antarktis.

 
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