24.11.2010 Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Köln wird vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg im Jahr 2010 mit rund 4,4 Millionen Euro gefördert. Dies teilte Wirtschaftsminister Ernst Pfister heute in Stuttgart mit. Damit beteiligt sich Baden-Württemberg anteilig an der Grundfinanzierung des Zentrums.
„Das DLR zählt zu den größten ingenieurwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in Deutschland. Im internationalen Standortwettbewerb ist Baden-Württemberg eine der hochschulreichsten und forschungsintensivsten Regionen Europas mit einer sehr gut ausdifferenzierten Forschungsinfrastruktur“, so Ernst Pfister. Die Förderung der auch international angesehenen wirtschaftsnahen Forschungsinstitute seien Investitionen in die Zukunft und beschleunigten den für die Zukunftsfähigkeit des Landes notwendigen Technologietransfer.
Das DLR unterhält als Großforschungseinrichtung 33 Institute sowie Test- und Betriebseinrichtungen an 13 Standorten – darunter zwei in Baden-Württemberg – und beschäftigt mehr als 6.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 780 in Baden-Württemberg. Zusammen mit den zwölf außeruniversitären, wirtschaftsnahen Instituten der Innovationsallianz Baden-Württemberg und den 14 im Land ansässigen Fraunhofer-Instituten bilden die Institute des DLR in Stuttgart und Lampoldshausen das Herzstück der wirtschaftsnahen außeruniversitären Forschungsinfrastruktur in Baden-Württemberg.
Das DLR nimmt Aufgaben wahr, die eine kontinuierliche Bearbeitung über einen größeren Zeitraum hinweg in einem multidisziplinären Verbund erfordern und wegen der ökonomischen Risiken, des hohen Investitionsaufwands und der erforderlichen Großversuchsanlagen von der Industrie nicht allein getragen werden können. Dazu gehören der Aufbau und Betrieb von Großversuchs- und Simulationsanlagen sowie Fernerkundungsdatenzentren und Bodeninfrastrukturanlagen, um bemannte und unbemannte Raumfahrtaufgaben zu erledigen. Zudem werden – wie im europäischen Testzentrum für Raumfahrtantriebe in Lampoldshausen – Flugzeug- und Raketentriebwerke geprüft. Darüber hinaus fördert das DLR den wissenschaftlichen Nachwuchs und ist eine treibende Kraft in den Regionen seiner Standorte.
Das Institut ist Teil der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen. Sie ist mit 30.000 Beschäftigten in 16 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund drei Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands.
Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg