Es ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht: seit über 30 Jahren beschäftigt sich die Firma mit Systemanalyse und Programmentwicklung und ist damit zum drittgrößten Softwarekonzern des Erdballs geworden. Die Programme der SAP AG vereinfachen die Abläufe im Unternehmen und beschleunigen die Prozesse. Kaum eine Firma kommt ohne R/2 oder R/3 aus – den bekanntesten aller SAP-Programme.
Die Zentrale von SAP liegt in Walldorf bei Heidelberg im äußersten Nordwesten von Baden-Württemberg. Schon von weitem auf der Autobahn zu sehen, macht die riesige Konzernzentrale mit den drei großen Buchstaben einen imposanten Eindruck. Und nur ganz selten wird dort nicht gebaut. Immer wieder müssen die Gebäudekapazitäten erweitert werden, damit die ständig wachsende Anzahl von Mitarbeitern Platz zum Arbeiten hat. 1972 begann die GmbH ihre Entwicklungsarbeit mit fünf ehemaligen IBM-Mitarbeitern. Heute sind es rund 35.000 Menschen, die weltweit für SAP arbeiten – knapp 14.000 davon in Deutschland.
Die Männer der ersten Stunde, Hasso Plattner, Henning Kagermann und Dietmar Hopp, sind längst zu Ikonen ihrer Branche geworden: Aus dem operativen Geschäft haben sie sich zurückgezogen, sie bestimmen seit Jahren im Aufsichtsrat die strategischen Geschicke des Unternehmens. Gegen die große amerikanische Konkurrenz konnten sie sich immer behaupten, jedem Übernahmeangriff wussten sie sich erfolgreich zu erwehren. Auch in den 90er Jahren, als der erste große IT-Boom zu Ende war, ging es mit SAP nicht abwärts. Im Gegenteil: eine Neuausrichtung des Unternehmens sorgte für steigende Umsätze, weil die Programme für das Internet fit gemacht wurden. In den vergangenen Jahren rückte der Mittelstand in den Fokus der Aktivitäten. Die Programme, einst für große Konzerne entwickelt, sollen für kleinere Unternehmen noch attraktiver werden.
SAP ist auch deshalb über Jahrzehnte so erfolgreich, weil es ein Unternehmen ist, in dem jeder einzelne Mitarbeiter viel Verantwortung trägt und Freiheiten besitzt. Ein SAP’ler zu sein, das heißt, in einer eigenen kleinen Stadt zu arbeiten – von modernen Arbeitsplätzen über das Fitnesscenter bis hin zur Reinigung ist alles vorhanden. Arbeitszeiten sind weder festgelegt noch überwacht sie jemand. Die Bezahlung ist überdurchschnittlich. Nach drei Jahren Zugehörigkeit erhalten die Mitarbeiter einen Firmenwagen. So etwas motiviert.
Ausgezeichnet wurde das Unternehmen im Frühjahr auch als „Deutschlands bester Arbeitgeber“, bei dem das Votum der eigenen Mitarbeiter den Ausschlag gab. Gefragt wurde nach Fairness, Teamgeist, Glaubwürdigkeit, Stolz und Respekt gegenüber dem Arbeitgeber. Mit dem Sieg hat sich die Firma in der Kategorie von Unternehmen über 5.000 Beschäftigte für den Wettbewerb des attraktivsten Arbeitgebers in Europa qualifiziert.
Das Unternehmen zeigt auch Flagge in anderer Hinsicht: vor wenigen Monaten wurde die neue SAP-Arena, eine moderne Veranstaltungshalle in Mannheim eröffnet, in der sich die Stars die Klinke in die Hand geben. Seit 1997 unterstützt die SAP auch den Eishockey-Bundesliga-Club Adler Mannheim. Die wurden seitdem vier Mal Deutsche Meister.
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